Die ersten Monate des laufenden Winters haben mehr Sonneneinstrahlung als Schnee gebracht. Unter anderem wirken sich die milden Temperaturen auch auf Gasversorger und deren Kunden aus.
Kaum Heizbedarf im milden Winter
Durch einen der in Deutschland wärmsten Herbste und Winter seit Jahrzehnten, liegt der Bedarf am Heizen allgemein auf einem eher niedrigen Niveau. Obwohl zahlreiche Gasversorger im Bundesgebiet ihre Preise zu Beginn der Heizsaison und nochmals Anfang des Jahres 2012 erhöht haben, müssen sich die Verbraucher am Ende der Saison wohl keine Sorgen über die Höhe ihrer Gasrechung machen. Es sei denn, der Winter kommt jetzt noch einmal mit voller Wucht. Nach derzeitigen Berechnungen allerdings, zahlt ein 4-köpfiger Haushalt bei gleich bleibenden Witterungsverhältnissen je nach Gasversorger und Vertragsgestaltung gut und gerne mehr als 100 Euro weniger als noch im Vorjahr.
Gasversorger ohne Lieferprobleme
Für Gasversorger bedeutet ein solch milder Winter einerseits zwar Entspannung hinsichtlich einer problemlosen Lieferung von Erd- oder Ökogas an die Kunden. Doch sinken mit steigenden Temperaturen auch die Einnahmen, die durch die Nachfrage an Gas gesteuert werden. Nach Berechnungen der Deutschen Energie Agentur kann bereits ein Temperaturunterschied von einem Grad Celsius eine sechs-prozentige Ersparnis für den Kunden bei seinen Heizkosten bringen. Wie sich die Gasversorger verhalten werden, bleibt abzuwarten. Weitere Preisanhebungen sind jedoch in keinem Falle auszuschließen.